Rundweg an der Geißleite (ohne durchgehende Markierung)

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Verfasser: K. HeinoldDatum: 11.12.2008
Wir fahren mit dem Auto aus Weiden raus, an der Blockhütte und an Theisseil vorbei
in Richtung Vohenstrauß. Noch vor Letzau gibt es rechts der Straße zwei 
Parkplätze, einen im Wald, den nächsten draußen. Den 2. nehmen wir. Es gibt dort 
zwei Wiesen, eine kleinere und eine große. Wir gehen zur oberen Ecke der kleineren 
Wiese und treffen dort auf die Markierungen gelb-blau-gelb des Burgenwegs und das 
gelbe stilisierte S (auf weißem Grund) des Goldsteigs. Beiden folgen wir aufwärts.

Die Markierungen führen erst durch Wald und später dann an dessen Rand aufwärts. 
Oben steht eine Bank und lädt zum Verweilen ein. Gegenüber ist ein Acker. Wer sich 
vom Aufstieg erholt hat, suche die obere Ackerecke auf und konzentriere sich auf 
die Aussicht. Bei guter Sicht erkennen wir links (neben dem Waldrand) Flossenbürg 
und dahinter die Silberhütte und den Entenbühl (901m) am Horizont. Rechts davon 
gibt es neben dem Entenbühl einen Berg mit Turm drauf. Es ist der Rabenberg (880 
m) jenseits der Grenze, auf tschechisch Havran. Weiter rechts der Berg mit einem 
Kirchlein obenauf ist der Fahrenberg (801 m). 

Im Mittelgrund liegt Steinfrankenreuth. Weiter rechts schauen wir über Letzau 
hinweg und sehen die Straße nach Vohenstrauß und an ihr links das 
Sparrerwirtshaus. Rechts davon, aber weit hinten sieht man (je nach Sicht) wieder 
einen Berg mit einem Turm drauf. Das ist der Plattenberg (863 m, tschechisch Zvon) 
bei Stadlern.

Wer sich satt gesehen hat zieht mit den Markierungen weiter. Wir kommen am Fuß des 
Fernmeldeturms vorbei. Der Turm steht auf 636 m über NN, seine Spitze ist weitere 
110 m höher. Er wurde 1968 als Glied in der Fernsehbrücke Frankfurt – Prag, also 
als Bindeglied zwischen Eurovision und Intervision erbaut. Heute setzt das 
Fernsehen mehr auf Kabelverbindungen und der Turm dient primär dem Sprech- und 
Mobilfunk und als Fernsehumsetzer.

Wir kommen am Turm vorbei und schauen über einen neuen Acker. Das Tal des 
Gleitsbachs bildet eine Kerbe in den Wäldern links und rechts davon. In ihr 
erkennt man Berge im Raum Nabburg – Schnaittenbach.

Die Markierung führt ein Stück auf Teer weiter, dann wieder naturbelassen, 
vorwiegend am Waldrand entlang. Durch einen Sattel erreichen wir den eigentlichen 
Fischerberg. Der Fuß des Vierlingsturms dort steht auf 633 m. Er gehört zum 
Weidener Stadtgebiet. Die urige Strobelhütte neben dem Turm lädt am Mittwoch, am 
Wochenende und an Feiertagen jeweils nachmittags zur Einkehr ein. Vorsicht! Auch 
Ortskundige haben mitunter nicht mehr nach Hause gefunden.

Wir folgen unserer Markierung weiter. Sie führt abwärts und trifft weiter unten 
eine andere mit roter Raute auf weißem Grund. Der folgen wir jetzt nach links. Sie 
bringt uns nach Letzau. Am Wirtshaus „Zum grünen Baum“ vorbei streben wir zur 
Kirche. Das goldene Kreuz auf der Turmspitze kann man schon über die Dächer hinweg 
sehen. Weil die alte zu klein war, hat man eine neue moderne Kirche gebaut und im 
Jahr 2005 eingeweiht. Wir werfen zumindest einen Blick hinein: Der Hochaltar 
stammt aus der alten Kirche, wurde restauriert und übernommen. Aber sonst ist 
alles neuzeitlich und die Harmonie der Fensterfarben Gelb und Blau hat man der 
Burgenwegmarkierung entlehnt.

Mit der roten Raute folgen wir jetzt der Hauptstraße am Gemeindehaus vorbei. Der 
Friedhof bleibt rechts. Wir kommen zum Ortsrand. Noch vor der Ortstafel (links) 
biegen wir nach rechts ab und kommen unter der Straßenbrücke durch. Die Autos über 
uns fahren in Richtung Vohenstrauß oder kommen von dort. Ein weites Wiesental 
öffnet sich unserm Blick: Die Lenz. Wo der Weg aufzweigt halten wir uns ganz links 
(naturbelassen an den Bäumen und Büschen entlang). Wir genießen das weite Tal. Der 
Straßenlärm bleibt in gebührender Ferne.

Hier gibt es keine Markierung mehr. Darum aufgepasst! Unser Wiesenweg führt erst 
leicht abwärts, dann wieder aufwärts. An einem Acker angekommen müssen wir uns 
entscheiden: Wir folgen dem Weg nach links (auf die Straße zu). Vor der Straße 
führt er nach rechts und aufwärts. An geeigneter Stelle und mit großer Vorsicht 
queren wir die Straße. Auf deren anderer Seite ist der Parkplatz, von dem wir 
ausgegangen sind. Vielleicht steht unser Auto noch da?

Wer den Weg ohne Auto gehen will, nehme das Fahrrad. Es muss nicht auf dem 
Parkplatz bleiben. Denn jeder, der den Rundweg gehen will, darf auch an jeder 
anderen Stelle des Weges beginnen, zum Beispiel in Letzau. Natürlich darf man auch 
mit dem Bus kommen. Die Linien in Richtung Vohenstrauß oder Waldthurn sind gut 
frequentiert. Die Busse halten (bei Bedarf) am Ortsrand von Letzau und später dann 
in Richtung Weiden.

Die ganze Runde misst 5 km und man braucht dazu etwa 80 Minuten Gehzeit. Man 
sollte sich aber mehr Zeit dafür nehmen, damit man sich den Aussichten und der 
Besichtigung und den Einkehren, der inneren und der äußeren, mit Ruhe widmen kann.

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