Wanderweg:

Ostlinie der Main-Donau-Wege



Übersicht:

• zurück
• Wegbeschreibung
• Wegskizze
• Entfernungstabelle
• Faltblatt drucken (PDF)
Achtung: Beim Drucken die automatische Seitenanpassung (Verkleinerung) des Acrobat Readers deaktivieren.

 ca. 136 km, ist Teil der Ostlinie der 4 Main-Donau-Wege, Markierung: Weiß mit blauem M - blau mit weißem D

Armesberg - Waldeck (mit Schlossberg) - Pressath (Bahnanschluss) - Parkstein (Basaltkegel) - Weiherhammer (Bahnanschluss) - Kohlberg - Schnaittenbach - Buchberg - Kulm (mit Aussichtsturm) - Nabburg - Neunburg vorm Wald - Thanstein (Burgturm) - Schwarzwihrberg mit Burgruine und Turm - Rötz.

Der Weg führt vom Fichtelgebirge nach Passau an der Donau. Den Abschnitt Armesberg nördlich von Waldeck bis Galgenberg südlich von Rötz betreut der Oberpfälzer Waldverein.

Eine mögliche Etappeneinteilung mag jeder selbst an Hand der beigefügten Entfernungstabelle mit Angaben zu Übernachtungsgelegenheiten treffen.

Karten:
Fritsch Wanderkarten Nr.: 52, 54, 55, 56
Anmerkung: Veränderungen an der Routenführung, die noch nicht in den Karten zum Ausdruck kommen, gab es zwischen dem Kulm bei Nabburg (Neubau der A 6) und dem Ort Schwarzach (an der Schwarzach) sowie bei Rötz.

Stand: Nov. 2015

Wegbeschreibung:

Die Ostlinie der Main-Donau-Wege

Die Ostlinie der vier Main-Donau-Wege kommt über Ebnath zum Armesberg (731 m), einer Basaltkuppe, jenem westlichen Vorposten des Steinwaldes, dessen Gipfel die Wallfahrtskirche zur Hl. Dreifaltigkeit (klassizistischer Rundbau mit vorgelegtem Westturm) trägt. Der umgebende Wald verhindert eine Aussicht von ganz oben. Geht man aber 100 m abwärts nach Osten, so hat man vom Waldrand einen herrlichen Ausblick über das Fichtelnaabtal hinüber zum Steinwald. Der Wanderer aus dem Norden wird bei der Kirche im Betreuungsgebiet des Oberpfälzer Waldvereins auf einer Tafel willkommen geheißen. Als Markierungszeichen wird ihm ein weiß-blaues Rechteck vorgestellt, in das ein blaues M und ein weißes D eingetragen sind. Der folgende Text beschreibt den Verlauf des so markierten Weges.
Unser Weg führt vom Gipfel weg auf Stufen hinunter, gewinnt das Freie und verläuft schließlich westlich von Godas über einen Höhenrücken, der auch den Blick nach Westen auf die Stadt Kemnath freigibt. Nach einem kurzen Gegenanstieg folgt ein bewaldeter Rücken. Auf dessen Südwestflanke geht es steil bergab. Wo der Wald aufhört, liegt Waldeck, dahinter der Schlossberg (641 m).

Der Ort Waldeck entstand ursprünglich auf der Südseite einer Burg auf dem Schlossberg, deren frühester Nachweis aus dem Jahr 1124 stammt. Auf der Burg saßen meist die Herren von Kemnath. Im Jahre 1704 wurde sie endgültig zerstört. Der Markt wurde 1794 durch Blitzschlag völlig eingeäschert, später dann auf der anderen Bergseite wieder aufgebaut. 1978 wurde er der Stadt Kemnath eingegliedert. Heute leben dort gut 500 Bewohner. Gastronomie, Handel, Handwerk und Landwirtschaft bilden Erwerbsquellen. Es gibt einen sehr rührigen Zweigverein und daher auch ein gut markiertes örtliches Wegesystem. Zudem führt ein mit blauem S markierter Zubringer zum Goldsteig entweder über Zwergau zum Weißenstein im Steinwald oder über Glashütte und Parkstein nach Neustadt a. d. Waldnaab. Der Main-Donau-Weg führt zusammen mit dem Zubringer vom Ort aus direkt hinauf zum Schlossberg, einem rund 22 Millionen Jahre alten Schlot aus säulig abgesondertem Alkalibasalt. Dieser hat einen Westgipfel und einen Ostgipfel. Letzteren hat man gerodet und mit einem Aussichtsplateau versehen: Der Blick schweift vom Armesberg im Norden zum Ochsenkopf (1024 m) im Nordwesten, zum Basaltkegel des Rauhen Kulms (681 m) im Südwesten und zum Hessenreuther Wald (715 m) und dem vorgelagerten Kuschberg (585 m) im Südosten. Auch im weiteren Gipfelbereich hat der Heimat- und Kulturverein Waldeck im Oberpfälzer Waldverein Restaurierungen vorgenommen, die noch vorhandene Mauerreste gesichert haben. Weitere Maßnahmen laufen.

Die Markierung führt über den Südhang des Berges hinunter nach Pinzenhof und quer, an einer reizvollen Weiherlandschaft vorbei, durch die weite Talsohle des Reuthigrabens. Am Fuße des Gegenhangs entlang kommt man nach Atzmannsberg. Es folgt der Anstieg zum Kuschberg, dessen Rundsicht vom Gipfel das Herz höher schlagen lässt. Der Anblick der vielen Basaltkuppen, deren Glutfluss vor 19 bis 24 Millionen Jahren die Erdkruste aufbrach, und der Blick auf die "Fränkische Linie", eine uralte Hebungslinie des kristallinen Grundgebirges im Nordosten gegenüber dem sedimentären Deckgebirge im westlichen Vorland, lassen von hier die erdgeschichtlichen Urgewalten erahnen.
Der Wanderer nehme sich Zeit und lasse die Eindrücke wirken, denn bald nimmt ihn der Hessenreuther Wald auf und die folgende Wanderstrecke gewährt ihm zwar sauerstoffreiche Luft, saubere Bächlein und anmutige Steiglein, aber nur selten einen wenigstens bescheidenen Ausblick.
In Hessenreuth gibt es zwei Gasthäuser. Öffnungszeiten erfragt man am besten telefonisch (09644/374 oder /442). Der mit blauem S markierte Zubringer zum Goldsteig führt von hier aus über Glashütte nach Parkstein. Wir folgen aber dem Main-Donau-Weg nach Süden. Bei Riggau kommen wir aus dem Wald. Im Südwesten erkennen wir die Stadt Pressath und gehen darauf zu.

Pressath gehörte früher zur fürstlichen Herrschaft Waldeck. Mehrere Schlösser im Umkreis der Stadt erinnern noch an frühere Zeiten. Heute hat Pressath etwa viereinhalb Tausend Einwohner. Sie treiben Handel und Gewerbe oder pendeln. Die Stadt liegt an der gut ausgebauten B 470 und an der regelmäßig bedienten Bahnlinie Weiden - Bayreuth und zugleich im anmutigen Tal der Haidenaab. Ein mit rotem Dreieck markierter Wanderweg verbindet als Rundweg die Städte Pressath, Grafenwöhr und Eschenbach miteinander. Er kommt auch über den Marktplatz der Stadt. Dort beginnt auch ein Wanderweg mit grünem Kreuz, der über Glashütte nach Erbendorf führt.

Unser Weg verlässt Pressath in Richtung Tannenberg. Döllnitz, Altendorf und Pfaffenreuth bleiben rechts, Schwand links. Über Hagen kommen wir von Norden her nach Parkstein.

"Parkstein" gilt als Bezeichnung für den Markt und für den Berg. Auf dem Berg gab es im Mittelalter eine mächtige Burg, auf der Grafen und Fürsten ein- und ausgingen und die 1634 einer viermonatigen Belagerung durch die Schweden standhielt. Im 18. Jahrhundert verfiel sie. Nach dem Brand von 1835 wurden ihre Reste zum Häuserbau verwendet. Heute hat Parkstein etwa 2050 Einwohner. Wenn es keine Pendler sind, betreiben sie Logistik, Handwerk, Gastronomie oder Landwirtschaft. Als Sehenswürdigkeit 1. Ordnung gilt die Südseite des Berggipfels mit ihren fünf- oder sechskantigen Basaltsäulen. Diese haben sogar Alexander von Humboldt zu einem Superlativ veranlasst. Aber auch die Aussicht von der Gipfelplatte kann begeistern.
Vom Norden her kommt auch der mit blauem S markierte Weg und führt weiter über Wendersreuth nach Neustadt a. d. WN. (zum Goldsteig). Der örtliche Zweigverein betreut einige kurze mit Zahlen markierte Rundwege.
Unser Abstieg vom Parkstein, unserem erdgeschichtlich ältesten Basaltkegel, führt nach Süden. Bei der Scharlmühle beginnt der Manteler Wald. Wir queren die B 470 und die Bahnlinie Weiden - Pressath und streben auf Rupprechtsreuth zu. Einkehr zu Getränken und Brotzeit ist dort immer möglich. Über die Gaststätte Kellerhaus erreichen wir einen mit Sitzgelegenheit ausgestatteten Aussichtsplatz. Der Blick auf Mantel, das Haidenaabtal und die umliegenden Höhen beeindruckt. Es ist nicht mehr weit bis Weiherhammer. Das Hotel Lohbachwinkel nimmt uns gerne auf.

Der Name Weiherhammer mit seinem Hammerweiher weist auf eine Weiherlandschaft mit früheren Hammerwerken hin. Heute dominiert eine Pilkington-Tafelglasfabrik mit zwei 141 m hohen Kaminen und ein Werk BHS Corrugated für Wellpappenanlagen. Viele der kanpp 4000 Einwohner finden hier Arbeit. Der Regionalexpress Neustadt - Nürnberg hält hier stündlich. Im Umfeld des Ortes gibt es mehrere mit schwarzen Zahlen markierte Rundwege, einer davon führt über Röthenbach.

Unser Weg verlässt Weiherhammer zusammen mit dem Naab-Vils-Weg (Markierung grünes Kreuz) unter der neu gebauten Bahnbrücke hindurch. Wir kommen am Ort eines früheren Kohlenmeilers vorbei. Im Wald geht es dann meist leicht bergan zur Hohenwart. Wir queren das Hainbachtal. Thannhof bleibt leicht links. Nach Obersteinbach kommen wir zur Rödlaser Hütte. Ein Abstecher zum benachbarten Aussichtsturm mit toller Fernsicht sei empfohlen. Über Kindlas und den Höllberg bringt uns die Markierung nach Schnaittenbach.
Der Ort wurde 1189 erstmals erwähnt und 1954 zur Stadt erhoben. Heute zählt sie ca. 5000 Einwohner. Wirtschaftlich bedeutsam ist die Kaolingewinnung im Tagebau, die schon auf das Jahr 1833 zurückgeht. Die Schnaittenbacher sind für ihre Volkstumspflege bekannt. Wo der 12. Längengrad die Hauptstraße der Stadt kreuzt, das ist dort, wo die Kick-Rasel-Straße beginnt, da gibt es einen Stein mit entsprechendem Hinweis darauf. Auf den Wanderer warten ein Hotel und mehrere Gasthöfe. Alle sind gut geführt.

Der Main-Donau-Weg verlässt Schnaittenbach nach Süden hin neben der Straße nach Hainstetten auf deren westlicher Seite. Links und rechts der Straße sind Gruben zur Kaolingewinnung entstanden. Südlich der Gruben holt unser Weg nach links aus und kommt an der Stelle vorbei, wo die Straße nach Sitzambuch von der nach Hainstetten abzweigt. Durch Wald führt er jetzt hinauf zur Buchberghütte. Ein Abstecher zur "Keltenschanze" und zu einer Kapelle mit Aussicht nach Norden sei empfohlen. Ein mit grüner Raute markierter Weg führt von hier aus nach Wernberg und kommt dabei an dessen Bahnhof vorbei. Unser Weg aber führt weiter hinauf. Unterhalb des bewaldeten Buchberggipfels quert er den freien Hang eines Skilifts mit Blick auf Sitzambuch. Kurz vor Mertenberg hört der Wald auf. Der weitere Weg führt über einen freien Höhenrücken mit herrlichem Panorama. Nach Nordosten reicht der Blick weit, nach Süden zeigt er ein schönes Waldtal. Am vorderen Waldrand bei der Sebastiankapelle, der sich ein Eichenhain als Gedenkstätte an Gefallene des Ersten Weltkriegs anschließt, kommt ein Kreuzweg von Kemnath (am Buchberg) herauf. Unser Weg durch das kristalline Naabgebirge führt über den Rücken am nördlichen Waldrand entlang weiter. Wo er auf die Straße nach Nabburg trifft, verliert er an Zielstrebigkeit. Um die befahrene Straße zu vermeiden, nimmt man den Umweg über Trichenricht in Kauf. Vorwiegend durch Wald kommt der Wanderer so an Friedersdorf vorbei zum Kulm (626 m). Eine Unterstellhütte und ein Aussichtsturm des OWV Nabburg mit schöner Sicht auf die umliegenden Dörfer, auf bewaldete Höhen und über das Naabtal nach Osten hinüber laden zum Verweilen ein. Etwas unterhalb im "Kulmwirtshaus" ist Einkehr möglich, und der Wirt ist immer und für jeden Wanderer da. Der Main-Donau-Weg zieht über Obersteinbach, Ragenhof und Fraunberg weiter. Er hält sich dabei ungefähr entlang der Straße nach Nabburg, ohne sie nochmals zu queren. An der Josefikapelle vorbei kommt er zuerst in die "Obere Stadt" von Nabburg.

Nabburg wurde 929 erstmals erwähnt. Auf einer steilen Bergzunge erbaut und vom Bergrücken durch einen tiefen Halsgraben getrennt bot es innerhalb seiner Mauern schon frühzeitig Schutz. Marktrecht und Gerichtsbarkeit brachten wirtschaftlichen Aufschwung. Trotzdem wurde es durch die Hussiten und später dann im Dreißigjährigen Krieg mehrfach zerstört. Sehenswert sind heute das ehemalige Schloss, die beiden Tore und der langgezogene Marktplatz mit seinen repräsentativen Bürgerhäusern, dem alten Rathaus und der dreischiffigen gotischen Basilika St. Johann Baptist. Nabburg hat heute etwa 6500 Einwohner, ein Krankenhaus, ein Hotel und mehrere Gasthöfe, alle gut geführt. Es liegt an der Bahnlinie Regensburg-Hof und an der A 93 bzw. A 6. Es ist eine Schulstadt mit allen allgemein- und berufsbildenden Schulen, die man von einer Stadt ihrer Größenordnung erwarten kann. Im Übrigen gibt es Metall- und Kunststoffverarbeitung, Baubetriebe, Handel und Gewerbe. Der frühere Landkreis Nabburg wurde 1972 aufgelöst und dem jetzigen Landkreis Schwandorf zugeordnet. Einen Abstecher verdienen die nahen Orte Perschen (2 km) mit seinem Bauernmuseum und Neusath (4 km) mit seinem Freilandmuseum.
Durch Nabburg kommt auch der gelb-rot-gelb vertikal markierte Karl-Krampol-Weg, der von Amberg her und über Schönsee an die Grenze führt. Zahlreiche Rundwege werden zudem vom örtlichen Zweigverein gut betreut (siehe Wanderkarte Nabburg).

Der Main-Donau-Weg überquert zunächst die Bahnlinie Regensburg-Weiden und dann die Naab. Im Stadtteil Venedig wendet er sich nach Süden. Er führt etwa 2 km weit zwischen der Naab und der A 93 entlang, hüpft dann über die Autobahn und folgt ein Stück der Straße, die von Diendorf nach Wölsenberg führt. Bevor man jetzt ganz in den Wald eintritt, empfiehlt sich ein Blick zurück: Links thront Nabburg wie eine Burg über der Naab, rechts des Flusses sieht man Diendorf, Perschen, Neusath und Pfreimd. Die folgende Waldstrecke führt am Nordhang des Wölsenberges steil hinauf. Der Wanderer befindet sich hier im Ostteil des sogenannten Nabburger Flussspatreviers, in dem zur Blütezeit in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts über tausend Menschen in rund 25 Bergwerken mit dem Abbau von Fluorit (Flußspat, CaF2) ihren Lebensunterhalt verdienten. Auch nach der Schließung der ausgebeuteten Gruben sind die bergbaulichen Aktivitäten noch an den alten Halden und Pingen sowie an den zahlreichen Gebirgsaufschlüssen zu erkennen.
Der Weg hält sich am Westhang des Darlesberges (564 m) entlang, steigt wieder ab und erreicht westlich vom Ort Schwarzach die alte Bahntrasse. Auf ihr kommen wir südlich des Ortes vorbei und über den Fluss. Dann geht es ostwärts hinauf zu der Kapelle im Sattel beim Marklhof. Bei Unterkonhof kommt von links der Jakobsweg, markiert mit weißer Muschel auf blauem Grund, dazu. Beide Markierungen steigen gemeinsam auf den welligen Höhenrücken zwischen dem Schwarzachtal und dem Auerbachtal. Während der Jakobsweg alsbald nach Mitterauerbach absteigt, führt der Main-Donau-Weg häufig auf dem Kamm entlang nach Grasdorf und schließlich nach Schwarzeneck hinunter. Er bleibt jetzt im Schwarzachtal und leitet den Wanderer über Baumhof, Pettendorf (mit Schloss) und Katzdorf nach Neunburg vorm Wald.

Die Stadt hat ihren Namen von einer neuen Burg, die um 900 erbaut wurde. In deren Schutze entstand ein Markt, der um 1300 zur Stadt erhoben wurde. Diese erlebte ihre Blütezeit, als Pfalzgraf Johann von Wittelsbach 1410 bis 1443 dort residierte und 1433 bei Hiltersried die Hussiten entscheidend schlug. In den letzten 200 Jahren verblasste die Bedeutung von Neunburg immer mehr. Bei der letzten Gebietsreform ging sein Landkreis in dem von Schwandorf auf.
Heute hat Neunburg etwa 8200 Einwohner, eine Realschule und verschiedene Fachschulen, mehrere Kirchen und ein Heimatmuseum. Man setzt vorsichtig auf Industrialisierung und mit Nachdruck auf Fremdenverkehr. Es gibt Gasthöfe und Restaurants mit vielseitiger Küche, dazu ein Hallenbad und ein beheiztes Freibad, ein Freizeitzentrum, ferner Führungen durch die Stadt, Freilichtspiele, Tanz-, Unterhaltungs- und Heimatabende. Neunburgs größter Trumpf aber ist seine herrliche nahe und weitere Umgebung.

In Neunburg gesellen sich der Goldsteig, der Oberpfalzweg und der Pfreimd-Schwarzach-Weg zum Main-Donau-Weg. Alle 4 verlassen die Stadt gemeinsam auf der alten Bahntrasse in Richtung Rötz. Man kommt nach Kröblitz. Wer in der Schlossgaststätte einkehrt, sollte auch einen Abstecher zum benachbarten Druidenstein machen, einer bewaldeten Felsgruppe, die früher als Kultstätte diente. Man wechselt die Flussseite. Während der Pfreimd-Schwarzach-Weg gleich ansteigt, folgen die anderen 3 dem romantischen Schwarzachtal . Ein Anstieg führt schließlich hinauf zur Wallfahrtskapelle Schönbuchen. Der anschießende Kreuzweg mag der Besinnung und zugleich der Beschauung dienen.

Über Dautersdorf kommt der Wanderer nach Thanstein. Hier findet er gute Einkehr und ein Geschäft. Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" hat Thanstein schon mehrfach Preise gewonnen. Der vorhandene Rundturm bezeugt eine frühere Befestigung. Im Turm ist es teilweise dunkel und die Treppe ist steil. Dennoch sollte man den Turm besteigen! Die Aussicht ist großartig: Im Westen liegt Dautersdorf im Sattel. Nach links schließen der Obere Eibenstein (708 m) und der Schwarzwihrberg (706 m) an. Weiter nach links erkennt man die B 22 und dahinter weiter im Norden den Signalberg (886 m) und den Frauenstein (835 m).

Der Main-Donau-Weg kommt am Burgturm vorbei und steigt über Stufen zur Kirche ab. Der Oberpfalzweg wendet sich vor den Stufen nach links weg. Von dort kommen jetzt Goldsteig (gelbes S) und Burgenweg (gelb-blau-gelb horizontal) dazu. Alle drei Wege führen zusammen durch den Ort, nach Süden hinaus zum Wald, über den Kamm des Oberen Eibensteins und hinunter in einen Sattel mit einer Forsthütte, der Sattelhütte. Es beginnt ein neuer Anstieg. Wem der Pfad über die Steinerne Wand zu anstrengend oder zu gefährlich erscheint, mag den bequemen Weg mit roter Vertikale rechts parallel dazu nehmen. Egal wie, der letzte Anstieg führt auf den Schlossberg (706 m) mit der Ruine der früheren Schwarzenburg, einem Aussichtsturm und einer Hütte. In jedem Falle sollte man erst einmal verweilen. Der Abstieg erfolgt über den Schützsteig durch ein Naturwaldreservat nach Rötz-Bauhof. Von dort verlaufen alle unsere drei Wanderwege gemeinsam hinunter ins Tal der Schwarzach, queren den Fluss in der Nähe der Wutzschleife und benutzen ein Stück der alten Bahntrasse. Über einen Golfplatz ziehen sie aufwärts und folgen dem unteren Waldrand ostwärts. Die Rabenmühle umgehen sie im Süden und treffen dann auf die Straße nach Alletsried. Oben am Galgenberg trennt sich der Main-Donau-Weg von seinen Begleitern und geht in die Betreuung durch den Bayerischen Waldverein über.

Rötz wird 1017 erstmals in einer Urkunde genannt. Im Mittelalter ist das Geschick des Ortes eng mit dem der Schwarzenburg verbunden. 1299 ist Rötz ein Markt. Stadt wird es zum Ende des 15. Jahrhunderts. Seine günstige Entwicklung um diese Zeit kommt daher, dass sich dort zwei wichtige Handelsstraßen (von Nürnberg und Regensburg her) schneiden. Mit dem Bau der Eisenbahn verliert sich diese Bedeutung. Die 1915 errichtete Lokalbahn von Neunburg nach Rötz konnte daran nichts ändern. 1961 wurde ihr Betrieb eingestellt. Ein verheerender Brand äscherte Rötz 1840 fast völlig ein. So sucht man heute dort vergeblich nach mittelalterlicher Bausubstanz.
Die Stadt hat heute etwa 3500 Einwohner und bildet ein gewisses Zentrum für die landwirtschaftlich orientierte Umgebung. Eine Ziegelei und kleinere Fabriken bilden Erwerbsquellen. Der Fremdenverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung. Goldsteig und Burgenweg ziehen im Bogen um die Stadt. Von Bauhof bis zum Galgenberg ist immer wieder Gelegenheit zum Sprung in die Stadt.



Entfernungstabelle:

Ort                          km     km          

Armesberg/Gipfel             0,0  138,4  
Waldrand oberh. Godas        2,1  136,3
Waldeck/Friedhof             4,5  133,9
Waldeck/Spinne               4,7  133,7 
Reuthigraben                 7,3  131,1
Atzmannsberg unten           8,4  130,0 
Kuschberg/Gipfel             9,6  128,8
Angstgraben                 11,7  126,7
Hessenreuth Whs             13,8  124,6
Wanderparkplatz             14,8  123,6
Querung Kohlbach            17,8  120,6
Riggau/Querstraße           19,1  119,3
Pressath/Ev. Kirche         21,8  116,6
Waldrand am Tannenberg      23,6  114,8
NEW 24 nach Altendorf       26,6  111,8
Querung Fischbach           30,5  107,9
Hagen                       32,1  106,3
Querung Schweinenaab        32,5  105,9 
Abzweigung nach Oed         34,9  103,5
Parkstein/Rathaus           35,9  102,5
Parkstein/Bergstüberl       36,3  102,1
Schweinenaab                38,1  100,3    
Querung B 470               41,5   96,9
Bahnbrücke                  44,0   94,4
Rupprechtsreuth/Mitte       46,1   92,3
St 2166 / Kellerhaus        47,5   90,9
Aussicht                    48,6   89,8
Lohbach                     50,5   87,9
Gasthof Lohbachwinkel       51,2   87,2
DB-Haltestelle              52,8   85,6
OWV-Hütte                   53,0   85,4
Straße nach Kohlberg        54,3   84,1
Hohenwart Abzw.             56,6   81,8
Querung Hainbach            58,1   80,3
Straße von Thannhof         59,9   78,5
Obersteinbach/Kapelle       61,9   76,5
Rödlaser Hütte              63,4   75,0
Abzweigung Hummelmühle      65,3   73,1
Kindlas/Mitte               66,4   72,0
St 2238 nach Hirschau       68,0   70,4
Schnaittenbach/ B 14/
  Ecke Bachgasse            70,6   67,8  
Buchberghütte               72,2   66,2
Mertenberg                  77,2   61,2
Ende Hochstraße             80,3   58,1
Trichenricht/Kapelle        81,4   57,0
AS 33 nach Friedersdorf     82,9   55,5
Kulmwirt                    85,2   53,2
Obersteinbach/Mitte         86,9   51,5
Ragenhof                    88,0   50,4
Fraunberg                   88,7   49,7
SAD 28 nach Nabburg         89,3   49,1
Josephi-Kapelle             91,5   46,9
Nabburg/Naabbrücke          93,0   45,4
A 93                        95,4   43,0
Höhenpunkt 483,6            97,6   40,8
Beginn alte Bahntrasse     100,5   37,9
Ende alte Bahntrasse       101,9   36,5
Kapelle bei Marklhof       103,6   34,8
Kreuzung südl. Unterkonhof 104,5   33,9
  Abstecher Altendorf 2 km
Straße von Unterauerbach   106,0   32,4
Höhenpunkt 510,7           108,8   29,6
Grasdorf/Kapelle           111,2   27,2
SAD 40 nach Schwarzhofen   112,5   25,9
Schwarzeneck/unten         114,0   24,4
Beginn SAD 37 n. Neunburg  115,3   23,1
Katzdorf/Abzweigung        116,2   22,2
Beginn Austraße            117,4   21,0
Neunburg/Kreisverkehr      118,4   20,0
Kröblitz/Schwarzachweg     120,2   18,2
Teufelsgraben              123,3   15,1
Dautersdorf/Mitte          124,9   13,5
Thanstein/Burg             127,0   11,4
Tafelbuche                 128,8    9,6
Sattelhütte                129,8    8,6
Schwarzenburg              131,0    7,4
Rötz/Bauhof                132,3    6,1
St 2151 nach Schellhof     133,2    5,2   
Schwarzachbrücke           134,1    4,3
  Abstecher Wutzschleife 650 m   
Cha 33 nach Hillstett      135,5    2,9
Rötz/Lohmühlweg            136,9    1,5
Rötz/Galgenberg            138,4    0,0