Wanderweg:

Gründerweg



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 Grafenwöhr - Eschenbach - Pressath - Grafenwöhr Länge: ca. 28 km / Markierung: Rotes Dreieck, Spitze rechts, auf weißem Grund

Der markierte Rundweg unterstreicht gemeinsame Interessen der Städte Grafenwöhr, Eschenbach und Pressath. Er kann auch in 2 Teilen begangen werden.

Karte:
UK 50-14 des Bayer. Landesamtes für Vermessung und Geoinformation

Stand: Dezember 2006

Wegbeschreibung:

Rundwanderweg zur Verbindung der Städte Eschenbach, Grafenwöhr und Pressath.

Wie jeden Weg kann man auch diesen in jeder Richtung durchlaufen, es sei jedoch der Umlauf im Uhrzeigersinn empfohlen. Wer mit seinem Fahrzeug anreist, kann es grundsätzlich überall am Rundweg, wo es erlaubt ist, abstellen und seinen Rundgang beginnen. Am Ende kommt er wieder zu seinem Fahrzeug zurück. Wem 28 km auf einmal zuviel sind, der möge in einer der genannten Städte eine Übernachtung kalkulieren oder eine Seite des Städtedreiecks mit dem Bus zurücklegen. Er kann aber auch die Tatsache nutzen, dass es von Trag zur B 299 bei Pressath eine 6 km lange Querverbindung, die mit rotem Schrägkreuz markiert ist, gibt. Sie macht aus dem Rundweg deren zwei (mit je 20 km Länge). Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass man den ganzen Weg mit gewissen Einschränkungen auch per Fahrrad zurücklegen kann. Für diesen Fall sei dringend empfohlen, an vielen geeigneten Stellen Rast zu machen und Natur und Aussicht zu genießen.

Wir beginnen unseren Rundgang z. B. südlich von Pressath bei der Kahrmühle dort, wo unser Weg die B 470 kreuzt. Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Eine längere Waldstrecke in Richtung Grafenwöhr liegt vor uns. An einer Stelle gewährt sie Ausblick auf eines der vielen hier im Wald vorhandenen riesigen Sandlöcher. An der Schießstätte vorbei kommen wir in die Stadt.

Grafenwöhr zählt etwa 7000 Einwohner und ist durch den 1910 geschaffenen Truppenübungsplatz bekannt. Dessen Gelände ist für die Allgemeinheit gesperrt. Dennoch liegt ein Teil der Stadt innerhalb des Platzes, so auch der Wasserturm, das Wahrzeichen der Stadt. Das Kultur- und Militärmuseum befindet sich in der Nähe des Rathauses. Es gibt viele gute Möglichkeiten des Einkaufs, der Einkehr und der Unterkunft. Unser Weg führt über den langgestreckten Stadtplatz und also an der katholischen Pfarrkirche und am Rathaus vorbei. Dann verlässt er die Stadt über den Annaberg mit seinem Kreuzweg und der Maria-Hilf-Kirche.

Am Waldrand mit steilem Abfall zum Übungsplatz hin kommt der Weg bis an dessen Grenze, wendet sich dann nach rechts und gewährt so Ausblick nach Norden: Jenseits des Creußentales liegen die Höhenzüge mit dem Barbaraberg, des Hessenreuther Waldes und des Fichtelgebirges und mitten darin thront der Rauhe Kulm. Unser Weg führt hinunter nach Gößenreuth und im flachen Gelände entlang der alten Bahntrasse nach Trag; beides sind saubere Dörfer. Die Stadt Eschenbach ist bereits in Sicht. Der Weg führt direkt darauf zu, springt über den Eschenbach und kommt am Friedhof vorbei in die Stadt:

Eschenbach war vor der Gebietsreform Sitz eines Landkreises, inzwischen gehört es - wie auch Grafenwöhr und Pressath - zum Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Die Stadt hat etwa 4000 Einwohner.Es gibt verschiedene Schulen, auch ein Gymnasium.
Für den Fremden wichtig sind Möglichkeiten des Einkaufs sowie der Einkehr und der Unterkunft. Interessant ist der Turm der katholischen Pfarrkirche mit eckigem Grund, aber rundem Aufbau. Von unten gesehen erkennt man oben am Marktplatz das Rathaus und davor einen harfenförmigen Brunnen. Am Marienplatz dahinter gibt es eine Wappensäule und im Rundbogendurchlass der Marien-Apotheke eine „schwimmende Marmorkugel“. Ausflüge empfehlen sich ins Naturschutzgebiet Rußweiher und zur Klosterkirche Speinshart.

Die Markierung führt unter der B 470 hindurch, jenseits des Eschenbaches hinauf und an der evang. Kirche vorbei. Wo man die letzten Häuser hinter sich lässt, öffnet sich eine schöne Aussicht nach Norden. Unser Weg führt jetzt zur Hammermühle, überquert dort die Creußen und wendet sich nach rechts, springt nach links über eine Wiese, führt ein Stück durch den Wald und kommt nach Zettlitz, einem Dorf mit freundlichem Charakter. Anschließend geht es windungsreich hinauf und wir erreichen den Höhenzug zwischen dem Creußen- und dem Haidenaabtal. Pichlberg, ein schmuckes Dorf, nimmt uns auf. Noch einmal geht es hinauf. Wir erreichen den Kamm und nehmen uns Zeit, die Aussicht zu genießen: Am nördl. Horizont erkennt man von links den Kleinen Kulm, Neustadt am Kulm, den Rauhen Kulm, das Fichtelgebirge mit dem Ochsenkopf, dem Schneeberg (beide gut erkennbar an ihren Türmen) und die Kösseine, davor Armesberg und Schlossberg, den Kamm von Zwergau, den Steinwald und im Osten den Hessenreuther Wald.
Der Sender auf dem Judenberg bleibt rechts. Wo wir die Hochfläche verlassen, geht es durch den Wald hinunter. Bald ist Pressath in Sicht. Entlang der alten Straße kommen wir unter der B 299 hindurch. Bei der Tankstelle queren wir die verkehrsreiche Ausfallstraße und folgen der Markierung durch eine parkähnliche Anlage. Wir benutzen idyllische Übergänge über die Bahn nach Bayreuth und über die Haidenaab. Steil angelegte Stufen führen hinauf in die Altstadt.

Pressath hat fast 5000 Einwohner und liegt am Rande des Erholungsgebietes Hessenreuther Wald und an der Bahnlinie Weiden - Bayreuth. Nach Kirchenthumbach fahren keine Züge mehr, nach Grafenwöhr nur noch Güterzüge. Aber es gibt Busverbindungen dorthin. Hier kreuzen sich die Bundesstraßen 299 und 470. Man findet Einkaufs-, Einkehr- und Unterkunftsmöglichkeiten. In der Nähe des Rathauses beginnt ein mit grünem Kreuz markierter Wanderweg durch den Hessenreuther Wald über Glashütte nach Erbendorf (Gesamtlänge 13 km). Der Zweigverein Pressath im Oberpfälzer Waldverein betreut ein Heimatmuseum. Am Stammtisch beim Sternwirt treffen sich die Pressather Originale.
Unser Weg verlässt die Stadt nach Süden. Beim Bahnhof kreuzt er die Gleise, bei der Kahrmühle die Haidenaab. Es sind nur noch wenige hundert Meter bis zur B 470, wo unsere Wanderung begonnen hat.

Der „Gründerweg“ oder der „3-Städte-Wanderweg“ hat seinen Namen vom Existenzgründerzentrum der genannten Städte, welches am 07.05.97 durch Ministerpräsident Edmund Stoiber eröffnet wurde.



Entfernungstabelle:

             Ort              km      km
             B 470            0       28
Grafenwöhr   Schießstätte     4       24
             Pressather Str.  6       22
             Gößenreuth       9       19
Eschenbach   Trag             10,5    17,5
             Friedhof         13      15
             Marienplatz      14      14
             Hammermühle      16      12
             Zettlitzer Berg  18      10
Pressath     Pichlberg        20      8
             B 299            24      4
             Haidenaab        25      3
             Haigamühle       26      2
             B 470            28      0